Mein Project OneYear

Auf dem Loudwords-Blog bin ich auf das Project OneYear gestoßen, dass hoffentlich genau der Tritt in den Hintern ist, den ich brauche. Das Prinzip davon ist, dass man sich etwas für die nächsten 365 Tage vornimmt und dann davon berichtet, ob man es auch durchhält – zumindest wenn man davon erzählen möchte. Also habe ich kurzerhand beschlossen, mir auch eine ToDo-Liste für die nächsten 365 Tage vorzunehmen.

Ich habe drei Punkte, die ich durchhalten/erledigen möchte. Zum einen möchte ich was für meine Fitness tun und nehme mir daher vor, mindestens dreimal die Woche joggen zu gehen (das habe ich mir gestern schon vorgenommen, und war auch gestern schon das erste Mal laufen). Nachdem ich jetzt seit eineinhalb Jahren täglich ne halbe Stunde spazieren gehen durchhalte, hoffe ich, das Joggen auch zu schaffen. Mal sehen.

Mein zweites Ziel ist mein Briefroman für das Amel-Projekt, wo ich mir zum Ziel gesetzt habe, jeden Monat einen Brief (mit jeweils 2000 – 2500 Wörtern) zu schreiben. Da ich das die letzten drei Monate schon gemacht habe, bin ich auch dabei voller Hoffnung.

Außerdem habe ich noch ein drittes Ziel, nämlich mindestens drei Texte bei Schreibwettbewerben einzureichen. Wahrscheinlich wird das der Punkt sein, an dem ich am meisten zu knabbern habe.

Mal schauen, wieviel davon ich durchhalte und warum nicht. Da ich gestern schon angefangen habe (als ich von Project OneYear noch nichts wusste), ist mein Zieldatum der 28.06.2017. Ich werde euch auf jedem Fall auf dem laufenden halten, wie es mir mit dieser Liste geht.

Kräuterbeet #4

Jetzt geht es richtig los im Kräuterbeet. Die Kresse wuchert und die Radieschen fangen an, dick zu werden…

Kresse im Mai 16
Kresse im Mai 16

Es grünt und wächst, so dass es eine Freude ist. Und natürlich viel Arbeit, denn da es nicht regnet, müssen wir mindestens einmal täglich gießen…

Der Kräutergarten in Gänze
Der Kräutergarten in Gänze

Und weil es so schön ist, dass endlich was wächst, haben wir auch gleich Essen mit frischen Kräutern zubereitet:

Das erste Essen aus dem Kräutergarten
Das erste Essen aus dem Kräutergarten

Kräuterbeet #3

So, endlich gibt es von unserem Kräuterbeet neues zu berichten, denn endlich ist etwas aufgegangen.

Die Radieschen sind die ersten Pflänzchen, die sich aus der Erde trauen.
Die Radieschen sind die ersten Pflänzchen, die sich aus der Erde trauen.

Die ganzen letzten Wochen haben wir jeden Tag ungeduldig geschaut, ob sich bei unserem Kräuterbeet irgendwas tut, aber nichts ist passiert. Nicht mal Unkraut ist aufgegangen.

Das spannendste, was ich aus den letzten Wochen vom Kräuterbeet berichten kann, ist, dass es eines Morgens von einer dünnen Schneeschicht bedeckt war. Da war uns dann auch klar, warum die ganzen Pflanzen lieber noch unter der Erde geblieben sind.

Aber dieses Wochenende ist dann endlich etwas passiert, nämlich die Radieschen. Am Freitag war es nur eines, da haben wir uns schon riesig gefreut. Und am Samstag kamen dann noch fünf, und heute war plötzlich die ganze Reihe da. Das muss ich euch natürlich sofort zeigen (siehe Bild).

Außerdem sind ein paar einzelne Kresse-Pflanzen aufgegangen, aber erstmal nur wenige. Naja, besser wenig Kresse als gar keine, würde ich sagen.

Der Ysop macht uns im Moment von allen Pflanzen die meiste Freude, denn der ist schon schön grün geworden.
Der Ysop macht uns im Moment von allen Pflanzen die meiste Freude, denn der ist schon schön grün geworden.

Von den Pflanzen, die den Winter im Blumenkasten überlebt haben, gefällt mir der Ysop am besten, denn er hat eine richtig schöne, saftig-grüne Farbe (leider kommt das auf dem Bild nicht so richtig gut raus). Der wächst und gedeiht, wie sich das gehört. Schnittlauch, Pfefferminze und Thymian geht es auch gut, aber der Lavendel scheint mir verfroren zu sein, denn bei dem tut sich nichts. Da werde ich wohl von meinem Balkon in Berlin einen neuen Setzling mitbringen müssen, wenn ich das nächste Mal da bin. Und natürlich auch eine Reihe anderer Pflanzen, die sich dort immer selber säen, Oregano zum Beispiel. Aber darüber berichte ich dann, wenn es soweit ist. Jetzt genieße ich erstmal das warme Wetter und das endlich was wächst.

Die Heinzelmännchen aus der Dänischen Wiek

Die Ostsee hat ja kaum Gezeiten, und der Greifswalder Bodden hat sogar noch weniger davon. Und da die Dänische Wiek eine Bucht des Boddens ist, gibt es dort normalerweise noch weniger Ebbe und Flut.

Manchmal aber, das sinkt der Wasserspiegel dann doch so, als wäre Ebbe, und man kann gefühlt meilenweit über nassen Sand laufen. Und wenn man dann ein paar Tage später wieder am Strand ist, ist das Wasser einfach so wieder da und niemand weiß, warum.

Dieses gelegentliche Verschwinden des Wassers hat natürlich unsere Neugier geweckt, und so haben wir uns am Deich auf die Lauer gelegt. Erst haben wir ein paar Tage unsere Nachmittage und Abende damit verbracht, das Wasser zu beobachten, aber nie konnten wie sehen, wie es verschwand. Wenn wir am nächsten Tag an den Strand kamen, war es manchmal einfach weg. Oder eben wieder da, je nachdem.

So sieht die Dänischen Wiek aus, nachdem die Heinzelmännchen ganz viel Wasser abgeschöpft haben.
So sieht die Dänischen Wiek aus, nachdem die Heinzelmännchen ganz viel Wasser abgeschöpft haben.

Das hat uns natürlich nur noch mehr angestachelt und wie wollten endlich rauszufinden, was da los war. Also haben wir angefangen, gelegentlich auch Nachts zum Strand zu gehen, aber nach zwei Monaten mit viel zu wenig Schlaf mussten wir einsehen, dass das Wasser nur verschwand oder wiederkam, wenn wir nicht da waren, um es zu beobachten.

Daraufhin mussten wir unsere Strategie ändern. Aus ein paar alten Spiegeln und ein paar Stücken altem Abwasserrohr haben wir uns ein wackeliges Periskop gebaut. Und nun verbrachten wir unsere Zeit hinter dem Deich und schauten nur mit unserem improvisierten Beobachtungsinstrument über die Deichkrone.

Die ersten drei Nächte passierte nichts. Doch in der vierten Nacht, als wir fast schon aufgeben wollten, da sahen wir sie. Es waren hunderte, wenn nicht tausende, und mit ihren kleinen Eimerchen schöpften sie das Wasser aus der Bucht. Sie waren klein und hatten rote Mützen auf. Es waren eindeutig Heinzelmännchen. Wir konnten nicht erkennen, wo sie das Wasser hin schöpften, dafür war unser Periskop nicht gut genug. Und als einer von uns über den Deich schaute, gab es ein Rauschen wie von einer Windböe und dann waren sie alle weg, und der Wasserspiegel um ein gutes Stück gesunken.

Dänishce Wiek voller Wasser
So sieht die Dänische Wiek aus, wenn die Heinzelmännchen das Wasser wieder hinein geschöpft haben.

Zwei Nächte später beobachteten wir sie wieder, wie sie mit ihren roten Mützen und den Eimerchen Wasser schöpften, aber diesmal entleerten sie die Eimer in die Dänische Wiek. So kam also das Wasser zurück. Wir beobachteten sie fasziniert, doch irgendwann gab es plötzlich wieder die Windböe und sie waren wieder weg. Wir schauten uns um und sahen ein Touristenpärchen den Strand entlang gehen, das die Heinzelmännchen offensichtlich verscheucht hatte.

Nun wussten wir, was in der Dänischen Wiek los war, und warum es hier in unregelmäßigen Abständen doch Ebbe und Flut gab, und wir konnten in Zukunft Nachts wieder zu Hause bleiben.

Kräutergarten #2 und Buschwindröschen

Der Wald sieht ziemlich flauschig aus, live sogar noch mehr als auf dem Bild.
Der Wald sieht ziemlich flauschig aus, live sogar noch mehr als auf dem Bild.

Aus unserem Kräutergarten gibt es bisher leider nicht viel zu berichten, die Kressesamen waren wohl zu alt und die anderen Pflanzen brauchen wahrscheinlich noch einige Zeit. Von den Pflanzen, die vorher im Blumenkasten standen, entwickelt sich der Ysop am besten, er hat jetzt haufenweise richtig schöne, grüne Blätter bekommen. Und die Pfefferminze wächst natürlich auf fleissig vor sich hin, jeden Tag einen Zentimeter ungefähr. Ich denke, nächste Woche kann ich euch wieder ein Bild davon zeigen, dann lohn es sich wieder.

Am Wochenende war ich im Wald spazieren, da blühen gerade die Buschwindrösschen, und entsprechend grün sieht das alles aus. Ich finde, es wirkt richtig flauschig, wobei es in echt noch sehr viel flauschiger aussah als auf dem Bild.

Ja, der Wald ist im Moment wirklich so flauschig, wie er aussieht.
Ja, der Wald ist im Moment wirklich so flauschig, wie er aussieht.

Nachdem es so toll aussah, musste ich natürlich ausprobieren, ob es auch so flauschig ist, wie es aussieht, und ich kann sagen, der Wald hat den Test bestanden. Ich kann es nur weiterempfehlen, wenn ihr bei gutem Wetter durch einen flauschig aussehenden Buschwindröschenwald geht, euch selber einmal in die grüne Flauschigkeit zu legen.

So, und jetzt habe ich wahrscheinlich den Text mit der höchsten Flauschigkeitsdichte im ganzen Internet verfasst. Aber dann wisst ihr wenigstens, wie es mit den Tag ging:-)